In der U.S. Navy wird offenbar über die symbolträchtige Umbenennung eines in Bau befindlichen Kriegsschiffes nachgedacht. Wie der Sender CNN unter Berufung auf drei Insider innerhalb der Navy berichtet, steht der für den in Bau befindlichen Flugzeugträger der Ford-Klasse eigentlich angedachte Name USS »Doris Miller« zur Debatte.

Ein konkreter Name steht demnach noch nicht fest, zwei der drei Quellen geben jedoch an, es habe intern Gespräche über einen Namen zu Ehren Trumps gegeben. Dass ein Flugzeugträger nach einem amtierenden Präsidenten benannt wird, wäre laut CNN ein Novum.Eine Umbenennung wäre ein hochpolitischer Schritt. Mit dem derzeitigen Namen soll der Schiffskoch Doris Miller gewürdigt werden, der durch seine Taten beim japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 Ruhm erlangt hatte.

Miller hatte während des Angriffs geholfen, Verwundete zu versorgen und auch ein Flugabwehr-Maschinengewehr bedient, ohne dafür ausgebildet worden zu sein. 1942 wurde Miller für seine Taten mit dem Navy Cross eine bedeutende Auszeichnung verliehen. Miller fiel im Alter von 24 Jahren bei einem Angriff auf den Geleitflugzeugträger Liscome Bay.Die USS »Doris Miller« soll frühestens 2034 in Dienst gestellt werden, die Kiellegung noch in diesem Jahr stattfinden. Das Kriegsschiff hat eine Länge von 337 Metern, soll 41 Meter breit werden und einen Tiefgang von 12 Metern haben. Die Flugzeugträger der moderneren Gerald-R.-Ford-Klasse sollen die in die Jahre gekommenen Modelle der älteren Nimitz-Klasse schrittweise ersetzen. Die meisten US-Flugzeugträger sind nach ehemaligen US-Präsidenten benannt.Laut CNN wird das in Bau befindliche Schiff innerhalb der Navy bereits nicht mehr als »Doris Miller«bezeichnet, stattdessen wird die Rumpfnummer CVN-81 verwendet. Zu Ehren Doris Millers soll demnach ein anderes Kriegsschiff benannt werden, auch die posthume Verleihung der Medal of Honor, der höchsten Auszeichnung im US-Militär werde erwogen. Die finale Zustimmung zu der Verleihung läge aber beim Kongress und bei Trump selbst.