Stand: 21.08.2026 • 09:54 Uhr

Juckreiz ist unangenehm und lästig, viele versuchen daher etwa nach einem Mückenstich, sich abzulenken. Was aber passiert, wenn man das Gegenteil macht? Eine neue Studie liefert Antworten.

Von Julia Nestlen, SWR

“Nicht dran denken, wenn etwas juckt“ - diese Alltagsweisheit stellt eine neue Studie infrage. Wer seine Aufmerksamkeit bewusst auf eine kleine Hautentzündung - wie man sie etwa nach einem Stich oder Allergietest spüren kann - richtet, kann sie möglicherweise abschwächen und verkürzen.

Ein Forschungsteam um die Neurowissenschaftlerin Liron Rozenkrantz von der Bar-Ilan-Universität hat mit einem einfachen Hautmodell gearbeitet: einem Histamintest ähnlich, wie man ihn aus der Allergiediagnostik kennt. Histamin sorgt dafür, dass sich die Gefäße weiten und Flüssigkeit aus dem Blut in das Gewebe tritt: Es bilden sich eine kleine Quaddel und eine Rötung. Rozenkrantz beschreibt das Gefühl so: “Es ist ein bisschen wie ein Mückenstich. Es brennt ein bisschen, es juckt, und zwar ziemlich!“