Die Ausgaben für Sozialhilfe belasten die Haushalte der Kommunen immer stärker. Die Pflege erweist sich als echter Kostentreiber.
21.08.2026, 08.56 Uhr
Straßenszene in Düsseldorf: Geringster Zuwachs seit 2016
Die Ausgaben für Sozialhilfe in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Sie legten 2025 um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 21,5 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Der Anstieg ist in erster Linie auf erheblich gestiegene Aufwendungen für die Hilfe zur Pflege zurückzuführen: Sie erhöhten sich um 13,3 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Der Anteil der Pflege an den gesamten Sozialhilfeausgaben wuchs damit das dritte Jahr in Folge und erreichte 27,8 Prozent. Zum Vergleich: 2022 lag er noch bei 23,6 Prozent.
Dagegen legte der größte Posten, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, unterdurchschnittlich um 2,9 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Das ist der geringste Zuwachs seit dem Jahr 2016. Grund dafür ist, dass die Regelsätze für den Lebensunterhalt zum 1. Januar 2025 erstmals seit dem Jahr 2011 nicht erhöht wurden, wie die Statistiker erklärten.










