Morning Briefing Podcast Rüstung: Die Bundeswehr und der Krieg der Zukunft / Anleihen: Alles nur übertriebene Panik? vor 19 Min.
Abspielen 09:16Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,manchmal scheint eine Analyse schon deshalb zu stimmen, weil sie gut zum eigenen Vorurteil passt. So ging es mir, als ich Einschätzungen des Kieler Ökonomen Moritz Schularick las. Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft rechnete in verschiedenen Interviews mit der deutschen Rüstungspolitik ab. Dem Handelsblatt sagte Schularick, die 700 Milliarden Euro, die Deutschland bis 2030 in Rüstung investieren wolle, müssten in KI, autonome Systeme, Robotik und Weltraumfähigkeiten gehen und viel weniger in Panzer und Fregatten. Altmetall statt Aufbruchsstimmung – diese Einschätzung passt zum allgemeinen Bild der Bundeswehr. Aber stimmt sie auch?Drohnen im Sinkflug: Die Zukunft des Krieges beginnt jetzt. Foto: Picture Alliance, Getty Images [M]Differenzierter schätzt Carlo Masala die Lage ein. Der Professor von der Universität der Bundeswehr in München sagte meinem Kollegen Frank Specht:
Drohnen allein erobern kein Territorium. Eine Debatte, die für uns Anlass war, in einer großen Titelgeschichte die Frage zu stellen: Was braucht es wirklich für den Krieg der Zukunft? Die Antwort ist nicht zufriedenstellend – vor allem für den Bundesfinanzminister. Es braucht beides: Hightech und Altmetall. Die Frage ist nur, in welcher Gewichtung. Und so toben in fast allen Armeen derzeit Verteilungskämpfe, ob das Geld nun besser in Drohnen und KI oder Panzer und Fregatten fließt.






