Die Kulisse für das Treffen der norddeutschen Regierungschefs am Donnerstag in Rostock war kein Zufall. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) besichtigte mit ihren Gästen gigantische Kräne wie den Liebherr TCC 78000 – ein schienengebundener Schwerlast-Portalkran, der 1600 Tonnen 164 Meter hoch heben kann – und auch eine 740 Meter lange Produktionshalle am Überseehafen Rostock.
„Das können nicht so viele Wettbewerber, 90 Tonnen auf 42 Quadratmetern bewegen“, erklärte ihnen Eric Hein vom Vertrieb des Kranherstellers Liebherr, und spielte damit auf den Liebherr-Portalkran LPS 600 an, der auf engstem Raum schwere Lasten verladen kann. Das Unternehmen entwickelt und produziert in Rostock Hafenmobil-, Schiffs-, Offshore- und Umschlagkrane. Die Lage direkt im Überseehafen ist entscheidend, weil die oft riesigen Krane dort getestet und anschließend direkt per Schiff in alle Welt geliefert werden können. Die hier gebauten Kräne sind in mehr als 100 Ländern im Einsatz. In Rostock arbeiten 2000 Beschäftigte, weltweit sind es 56.000.
Bund soll Häfen mit 500 Millionen pro Jahr unterstützen
In einem gemeinsamen Statement forderten Manuela Schwesig und ihr Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), nach dem Rundgang im Namen aller norddeutschen Regierungschefs eine deutlich stärkere finanzielle Unterstützung der deutschen Seehäfen durch den Bund. Rund 62 Prozent der deutschen Exporte und etwa 60 Prozent der Importe werden über den Seeweg abgewickelt. „Der Bund muss die besondere Chance, die wir mit unseren Häfen haben, erkennen, und uns bei dem weiteren Ausbau und der Sanierung der Häfen unterstützen“, sagte Manuela Schwesig.








