Durch die Erderhitzung breiten sich hierzulande invasive Moskitoarten aus. Unterwegs mit Forschenden, die das verhindern wollen.

Eine Asiatische Tigermücke: Sie überträgt Krankheiten wie Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zika-Fieber

Gustavo Amador/epa/dpa

Über den Landungsbrücken in Hamburg steht Renke Lühken vor einem Busch und deutet auf ein brummendes Gerät mit einem Netz obenauf. „Das ist unsere Moskitofalle“, sagt er. Es sind 29 Grad Celsius, die Sonne scheint und wer genau hinsieht, entdeckt in dem Netz tatsächlich noch umherfliegende Mücken. Sie werden von dem Kohlendioxid, das das Gerät ausstößt, angelockt, mit einem Luftsog in die Falle gesogen und täglich von For­sche­r*in­nen wie Lühken eingesammelt.

Der Ökologe erforscht seit 2008 Moskitos in Deutschland; seit 2015 im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Dort ist er vor allem für das Monitoring zuständig – also die Beobachtung, welche Moskitos wo in Deutschland wie verbreitet sind. Das ist wichtig, weil Moskitos auch in Europa durch den Klimawandel vermehrt Krankheitserreger auf Menschen und Tiere übertragen. Durch das Wissen über die Anzahl und den Aufenthaltsort der Moskitos lässt sich auch die Anpassung und Eindämmung verbessern.