Seit fast einer Woche brennt das Hochmoor an der belgisch-deutschen Grenze. Die Lage stabilisiert sich – die Diskussion um Klimapolitik beginnt erst.
B laulicht, überall ist Blaulicht. Von Feuerwehrfahrzeugen, Löschzügen und Polizeibussen flackert es, am Rand der leeren Straßen, hinter den Kehren, in den steilen Anstiegen und lang gestreckten Waldstücken. Blaulicht schwenkt über die Bäume, die Brachen, durch den Rauch, den der Wind hinüberträgt, wenn er wieder einmal gedreht hat. Durch den Nebel, mit dem der Rauch sich vermischt, durch die Dörfer und winzigen Weiler des Hohen Venns, einer Hochfläche in der Grenzregion von Belgien und Deutschland. Selbst wenn man die Augen schließt, meint man noch, Blaulicht zu sehen.
Es ist Dienstag, der fünfte Tag, seit in dem Naturgebiet an der deutschen Grenze das größte Feuer der jüngeren belgischen Geschichte ausbrach. Mehr als 3.000 seiner insgesamt 72.000 Hektar sind inzwischen betroffen, Heide, Wald, Hochmoor, und fünfhundert Rettungskräfte weiterhin damit beschäftigt, den Brand einzudämmen. Unter Kontrolle ist er zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht. Seit dem frühen Morgen regnet es. Luftaufnahmen zeigen riesige Rauchwolken, die über den dichten Wäldern wabern.











