Deutsche Autozulieferer verlieren weltweit weiter an Boden. Das geht aus einer neuen Studie der Strategieberatung Strategy& hervor. Der deutsche Anteil am Umsatz der untersuchten Top-Zulieferer sank im vergangenen Jahr auf 23 Prozent, 2015 waren es noch 26 Prozent. Anbieter aus China steigerten ihren Marktanteil im gleichen Zeitraum hingegen von fünf auf 14 Prozent – und haben ihn damit nahezu verdreifacht.Besonders stark sind die chinesischen Zulieferer bei der Batterietechnik. Ihr Marktanteil in diesem Bereich stieg laut Studie innerhalb von zehn Jahren von 0,2 auf 6,8 Prozent. Inzwischen holen die Unternehmen aber auch bei Software und Fahrerassistenzsystemen auf. Zusammen kommen Zulieferer aus China und dem übrigen Asien mittlerweile auf 49 Prozent des Weltmarkts.

Bosch und Co. erzielen nur 4190 Euro Gewinn pro Mitarbeiter

Noch deutlicher zeigt sich der Rückstand beim operativen Gewinn je Beschäftigten. Die untersuchten deutschen Zulieferer erwirtschafteten 2025 durchschnittlich nur 4190 Euro pro Mitarbeiter. 2019 waren es noch 7274 Euro – ein Rückgang von rund 42 Prozent. Bei chinesischen Zulieferern stieg der Wert im gleichen Zeitraum dagegen von 19.068 auf 30.320 Euro.

Ein Teil des Unterschieds erklärt sich laut Strategy& durch die hohen Renditen chinesischer Batteriezellhersteller. Die Berater sehen aber auch hausgemachte Probleme. Deutsche Unternehmen kämen bei der Verschlankung ihrer über Jahre gewachsenen Strukturen und Kosten zu langsam voran.