Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die rechtsextreme AfD in Umfragen klar vor der CDU und hat nun Unterstützung aus unerwarteter Richtung bekommen: Ein CDU-Kommunalpolitiker hat der AfD insgesamt 10.000 Euro gespendet und zugleich eine Wahlempfehlung für die Partei ausgesprochen. Dies sei ein ganz wichtiges Zeichen, sagte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Davon gehe die klare Botschaft aus, die AfD zu wählen und dass die CDU ihren angeblichen »Linkskurs« beenden müsse, so der Rechtsextremist.

Die AfD hat den Eingang der Spende in zwei Tranchen von je 5000 Euro bestätigt. Sie kommt vom Fuhrunternehmer Bernd Prange, der für die CDU im Stendaler Kreistag sitzt und Ortsbürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe in der Verbandsgemeinde Seehausen ist. In einem Brief an die Landes-CDU, aus dem die »Magdeburger Volksstimme« zitiert , begründet Prange seine Spende mit »tiefer Sorge um unser Land«.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigte Prange die beiden Spendenzahlungen, wollte sich aber nicht näher dazu äußern. Er wolle sich nicht rechtfertigen, sagte Prange. Erst nach der Landtagswahl am 6. September wolle er sich wieder dazu äußern.Im Brief schreibt Prange den Medienberichten zufolge, er finde seine konservativen Werte wie Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und den Schutz der kulturellen Identität in der CDU immer weniger vertreten. »Stattdessen erlebe ich eine Partei, die sich Schritt für Schritt nach links bewegt, ihre Brandmauer zur AfD immer höher zieht und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften akzeptiert oder sogar forciert.«