Die Pharmakonzerne Merck und Moderna meldeten am Mittwoch eine Sensation. Laut einer Studie an Melanom-Patienten seien Erfolge mit einem neuartigen Krebsmedikament erzielt worden – einem mRNA-Präparat, kombiniert mit dem bereits zugelassenen Immuntherapeutikum Keytruda. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Die Aktien beider Unternehmen schossen in die Höhe. Tech-Milliardär Elon Musk schrieb auf X, mRNA habe trotz ihres „Missbrauchs während der Corona-Pandemie“ enormes Potenzial zur Heilung von Krankheiten – künstliche RNA mache das Heilen von Krankheiten im Grunde zu einem Software-Problem. Im regulären Handel an der Wall Street stieg Moderna um 176,97 Prozent auf 174,38 US-Dollar, Merck legte um 12,60 Prozent zu.
Merck und Moderna feiern Erfolg – ohne Zahlen
Merck und Moderna teilten mit, ihre Kombinationstherapie habe bei 1137 Patienten mit operiertem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium die Studienziele erreicht – konkret ging es darum, wie lange die Patienten ohne Rückfall blieben. Das Ergebnis sei „statistisch signifikant und klinisch bedeutsam“, heißt es.
Klingt vielversprechend. Doch was sagen die Zahlen? Dazu gibt die Mitteilung keine Auskunft. Keine Angabe, um wie viel sich das Rückfallrisiko tatsächlich verringert hat. Keine Information zu Nebenwirkungen. Außerdem handelt es sich lediglich um eine Zwischenauswertung. Die eigentlichen Ergebnisse sollen erst später auf einem Fachkongress vorgestellt werden. Die Pharmakonzerne haben also im Grunde angekündigt, dass sie demnächst etwas ankündigen werden. An der Wall Street schien das an diesem Tag auszureichen.










