Nachdem Brüssel eine Untersuchung gegen den Onlinehändler JD.com einleitet, reagiert Chinas Regierung scharf. Der Fall offenbart die gestiegenen Spannungen.

Eine Mediamarkt-Filiale in Bremen: Es soll verhindert werden, dass sie einen chinesischen Eigentümer bekommt

Schöning/imago

Die EU und China ringen auf dem ökonomischen Schlachtfeld längst mit offenem Visier. Am Dienstag hat das chinesische Justizministerium in Peking klargemacht, dass es in Handelsfragen keine Gegenwehr duldet.

So hat das Ministerium chinesischen Unternehmen und Individuen kategorisch verboten, bei einer derzeit laufenden Untersuchung der Europäischen Union zu kooperieren. Zum zweiten Mal überhaupt haben die chinesischen Autoritäten eine solch drastische Maßnahme erlassen. Hintergrund ist die Prüfung der EU zur geplanten Übernahme von Ceconomy, dem Mutterkonzern von Mediamarkt und Saturn, durch den chinesischen Onlinehändler JD.com.