Mehr als 1.000 Jahre nach seinem Tod bekommt Kaiser Otto der Große in Magdeburg noch einmal eine neue Ruhestätte. Sein Grabmal im Dom ist nach umfangreichen Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten wieder für die Beisetzung vorbereitet. Am 1. September sollen die sterblichen Überreste Ottos I. in einem neu gestalteten Sarg zurück in den Sarkophag gebracht werden.
Notwendig geworden war die Sanierung, weil das historische Grabmal erhebliche Schäden aufwies. Besonders problematisch waren korrodierte Eisenklammern und Nägel aus früheren Reparaturen. Sie hatten Risse im Kalkstein verursacht. Hinzu kam das Gewicht der rund 300 Kilogramm schweren Marmorplatte, die auf den teilweise nur etwa einen Zentimeter dicken Wänden des Sarkophags lastete.
Der Sarkophag von Kaiser Otto dem Großen steht während der Sanierung in einer Einhausung im Magdeburger Dom. Am 1. September 2026 sollen seine Gebeine zurückkehren.
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Um das Grab dauerhaft zu stabilisieren, wurden die alten Eisenteile und ungeeigneter Zementmörtel entfernt. Im Inneren des Sarkophags sorgen künftig Edelstahlstützen dafür, dass die Marmorplatte nicht mehr auf den empfindlichen Steinwänden lastet. Auch der Untergrund wurde erneuert: Unter dem Grab liegen historische Hohlräume und Gänge. Zudem hatten Feuchtigkeit und Salze dem Denkmal zugesetzt. Eine neue Konstruktion sorgt nun dafür, dass der Sarkophag stabil steht und keine Feuchtigkeit mehr von unten eindringen kann.






