Der Zahlungsabwickler Stripe kauft die KI-Plattform OpenRouter für insgesamt 7,5 Milliarden US-Dollar, das sind 500 Millionen mehr als noch vorige Woche berichtet worden war. Das haben die beiden Unternehmen jetzt öffentlich gemacht, den Übernahmepreis hat die New York Times von einer informierten Person erfahren. Demnach gehen davon 1,5 Milliarden US-Dollar an die Gründer, 6 Milliarden bekommen die Investorinnen und Investoren. Sie hatten laut New York Times 164 Millionen US-Dollar in das Unternehmen gesteckt.

OpenRouter ist gerade einmal drei Jahre alt, noch im Mai war die Plattform auf gerade einmal 1,3 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Damit hat OpenRouter seinen Marktwert in drei Monaten mehr als verfünffacht. Die Übernahme soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Keine Veränderungen geplant

OpenRouter betreibt eine beliebte Plattform, über die man verschiedene KI-Modelle nutzen kann. Mehr als 10 Millionen Nutzerinnen und Nutzer beauftragten auf diesem Weg über 500 Modelle, heißt es bei der Firma selbst. Das ist nicht nur hilfreich, wenn man etwa für ein Projekt herausfinden will, welches Modell am besten geeignet oder aber am günstigsten ist. Der Dienst lässt sich zudem so einstellen, dass nicht automatisch frisches Geld vom Bankkonto abgebucht wird, sobald das Guthaben zur Neige geht. Damit gibt es also mehr Kostenkontrolle als bei den KI-Anbietern selbst. Der jüngste Aufstieg des Unternehmens fällt mit dem wachsenden Bewusstsein bei Firmen für die teils explodierenden Kosten für die KI-Nutzung zusammen.