Wie schneiden die Parteien in Umfragen ab, welche Koalitionen sind möglich – und was treibt die Menschen in Rheinland-Pfalz um? Hier gibt es die aktuellen Zahlen.20.08.2026, 10.02 Uhr2 LeseminutenAktualisiertRheinland-Pfalz wird politisch vor allem vom Wettbewerb zwischen SPD und CDU bestimmt. Für mögliche Mehrheiten ist jedoch entscheidend, welche weiteren Parteien in den Landtag einziehen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Für den Wahltrend bündelt die NZZ die Umfragen mehrerer Institute; neuere Erhebungen werden stärker gewichtet als ältere. Die folgende Übersicht zeigt die Zahlen der einzelnen Institute.Im Zentrum steht nicht nur die Frage, welche Partei vorne liegt, sondern auch, welche Bündnisse politisch und rechnerisch möglich sind. Da die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschliesst, hängt viel davon ab, welche anderen Koalitionen überhaupt auf eine Mehrheit kommen.Besonders bei Bildung, Migration, Verkehr und in der Wirtschaft ist der politische Handlungsdruck gemäss Umfragen hoch. Bildung nennen die Befragten in Rheinland-Pfalz am häufigsten als wichtigstes Problem. Unterrichtsausfall, Lehrermangel und zu grosse Klassen sind seit Jahren ein Dauerthema. Hinzu kommt, dass der Industriestandort Ludwigshafen mit seiner energieintensiven chemischen Industrie unter hohem Kostendruck steht.Dass der Verkehr so weit oben rangiert, hat auch mit der Struktur des Landes zu tun. Rheinland-Pfalz ist stark ländlich geprägt, viele Pendler müssen lange Wege in Kauf nehmen. Exemplarisch dafür steht der jahrelange Streit um die geplante Mittelrheinbrücke bei St. Goar, deren Bau bis heute nicht begonnen hat. Für die einen ist sie ein nötiges Verkehrsprojekt, für die anderen ein schwerer Eingriff in Natur und Landschaft.So berechnet die NZZ den WahltrendFür die Schätzung der jüngsten Umfragewerte wertet die NZZ die auf wahlrecht.de veröffentlichten Umfragen aus und führt sie für jede Partei zu einem gewichteten Durchschnitt zusammen; neuere Erhebungen zählen stärker als ältere. Die statistische Fehlermarge liegt in der Regel bei höchstens ±3 Prozentpunkten. Auch der NZZ-Wahltrend ist eine Momentaufnahme – keine Prognose.Für die Koalitionsoptionen rechnet die NZZ die prozentualen Stimmenanteile aus den Umfragen nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren in Sitze um – ohne Berücksichtigung von Überhang- und Ausgleichsmandaten sowie einer möglichen Grundmandatsklausel. Zusätzlich wird anhand einer Modellrechnung für Parteien nahe der 5-Prozent-Hürde ausgewiesen, ob eine Koalition eine «stabile», «wackelige» oder «keine» Mehrheit hat.Bei den wichtigen Problemen beziehen sich die ausgewiesenen Themen auf solche, die wahlberechtigte Befragte im Land als besonders drängend empfinden. Sie sind nicht mit den am Wahlabend oft genannten «wahlentscheidenden Themen» gleichzusetzen, also mit den Gründen, die für die persönliche Wahlentscheidung ausschlaggebend waren. Beides kann auseinanderfallen, etwa wenn Wähler ein Problem zwar als wichtig ansehen, ihre Stimme aber dennoch einer anderen Partei geben, weil sie deren Positionen insgesamt näherstehen oder ihr stärker vertrauen.Passend zum Artikel
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