Der Gründer des zusammengebrochenen chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Laut der staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach ein Volksgericht in der Stadt Shenzhen Xu Jiayin, der international auch unter dem kantonesischen Namen Hui Ka Yan bekannt ist, wegen acht Wirtschaftsdelikten schuldig. Dazu zählen unter anderem Betrug bei der Kapitalbeschaffung, die betrügerische Ausgabe von Wertpapieren, Veruntreuung sowie Bestechung. Das Gericht entzog Xu auf Lebenszeit die politischen Rechte und ordnete die Einziehung seines gesamten persönlichen Vermögens an. Bei seinem Prozess im April hatte sich Xu schuldig bekannt und Reue gezeigt. In weiteren Verfahren verurteilten Gerichte in Shenzhen am selben Tag 56 Menschen aus dem Umfeld des Konzerns zu Haftstrafen von einem Jahr und zehn Monaten bis zu 18 Jahren.Das Gericht verhängte zudem getrennte Geldstrafen gegen zwei Gesellschaften des Konzerns. Die Evergrande Group muss 8,82 Milliarden Yuan zahlen, umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro. Gegen die Immobiliengesellschaft Evergrande Real Estate wurde eine weitere Geldstrafe von sieben Milliarden Yuan verhängt, umgerechnet rund 900 Millionen Euro.
China: Evergrande-Gründer zu lebenslanger Haft verurteilt
Evergrande steht für die tiefe Krise der chinesischen Immobilienbranche. Vor zweieinhalb Jahren brach der überschuldete Konzern zusammen. Nun verhängte ein Gericht drastische Strafen gegen das Management.










