An türkischen Stränden häuft sich Plastikmüll wie nie zuvor. Ein Grund ist, dass Exporte aus Europa wieder steigen – und vieles nicht recyclebar ist.

Eine neugeborene Grüne Meeresschildkröte kämpft am Samandag-Strand in Hatay, Türkei, mit einem weggeworfenen Plastikbecher

Şebnem Coşkun/Anadolu Agency/imago

Habib Altinkaya versteht sich als Umweltschützer. Er kommt aus Ulupinar, einem kleinen Ort an der Mittelmeerküste, westlich von Antalya. An diesem Strandabschnitt führt der auch international bekannte lykische Wanderweg vorbei, eine teils unberührte malerische Gegend. Einige Buchten sind nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen, die Unechten Karettschildkröten legen hier ihre Eier ab. Doch in diesem Jahr bieten die scheinbar unberührten Buchten ein verstörendes Bild.

Überall hat sich Plastik abgelagert, nicht nur Haushaltsmüll, sondern kleingeschreddertes Plastik, das den gesamten Ufersaum bedeckt. Zusammen mit einigen Freunden organisierte Habib Altinkaya vor Kurzem eine Säuberungsaktion der Bucht bei Çıralı, die von Umweltschützern wegen der Eiablagen der Schildkröten besonders beobachtet wird.