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Eine Weile wirkte es ruhiger im Krieg gegen den Iran. Die Kampfhandlungen gingen zurück, Donald Trumps Interesse an dem Konflikt schien abzunehmen, und das Regime war damit beschäftigt, sich selbst neu zu ordnen und die Machtverhältnisse zwischen Hardlinern und Gemäßigten auszutarieren.

Letzteres jedoch – das legten kürzlich mehrere Recherchen nahe – könnte Teil einer größeren Strategie gewesen sein. Wie das Wall Street Journal berichtete, scheint man im Iran bereit und gewillt, den Krieg weiter zu eskalieren und auszuweiten. Deutlich gewillter jedenfalls, als nennenswerte Zugeständnisse in den Verhandlungen zu machen. Dem Bericht zufolge wollte man sich in Teheran nicht darauf verlassen, zu einer Lösung durch Gespräche zu finden – und nahm an, dass die USA sich durch das Mitte Juni vereinbarte Memorandum of Understanding (MoU) lediglich Zeit für die Vorbereitung eines größeren Angriffs erkaufen wollten. Also tat das iranische Regime dasselbe. Es hat seine Verteidigung schneller und effektiver wieder aufgebaut, als es viele Beobachter erwartet hatten.