PfadnavigationHomePolitikDeutschland„Amann unframed“„Das war's jetzt. So redet man nicht“ – AfD-Politiker Tillschneider bricht Podcast abStand: 04:18 UhrLesedauer: 2 MinutenHans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Sachsen-AnhaltQuelle: Ronny Hartmann/dpaFragen zu Björn Höcke, Rechtsterror-Vorwürfe und dem Demokratie-Bekenntnis für Vereine – nach 50 Minuten hat Hans-Thomas Tillschneider genug. Der AfD-Politiker bricht den Podcast mit Melanie Amann ab. Die Journalistin versucht noch vergebens, ihn umzustimmen.Der sachsen-anhaltische AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider hat eine Podcastaufnahme in Berlin abgebrochen. „Ich habe gedacht, es geht hier um mein Buch. Ich habe gedacht, es geht um meine Person. Sie fragen mich zu Björn Höcke, zu sonst wem“, sagte Tillschneider am Ende der Folge im Funke-Medien-Podcast „Amann unframed“ (auf Deutsch sinngemäß „unvoreingenommen“). „Und deswegen will ich das hier jetzt beenden. So muss ich mich nicht behandeln lassen.“ Danach verließ Tillschneider das Studio.Die Journalistin Melanie Amann hatte zuvor zu mehreren AfD-Themen kritisch nachgefragt. Dabei ging es etwa um Integrationsmaßnahmen und Vorhaben aus dem Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt. Amann und Tillschneider diskutierten über die Forderung der AfD, dass Vereine staatliche Fördermittel nur noch dann erhalten sollen, wenn sie ein „ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung“ ablegen.„Ich empfinde Ihre Fragen als destruktiv und suggestiv und in höchstem Maße unfair“, sagte Tillschneider zu Amann. Wenige Minuten später verließ er das Studio.Konkret ging es am Ende des Podcasts um Höcke, der jüngst die als Rechtsterroristen angeklagten mutmaßlichen Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ für unschuldig erklärt hat. „Darf ich noch eine Frage?“, fragt Amann. „Es geht mir nur darum, Ihre Position zu verstehen und ich finde, es ist legitim, diese Fragen zu stellen.“Lesen Sie auchWie es sein könne, dass die AfD „es für möglich hält, dass dieser Mann aufgrund von irgendwelchen Gerüchten von irgendwelchen FBI-Agenten, ein unbescholtener Familienvater, so schrecklich behandelt wird. Denken Sie, dass wir in einem Staat leben, wo die Behörden, wo die Polizei so handelt?“, fragt Amann.„Also in dem Fall scheint irgendwas nicht zu stimmen und mehr will ich dazu nicht sagen“, antwortet Tillschneider und hält der Journalistin dann vor: „Ich habe gedacht, es geht hier um mein Buch. Ich habe gedacht, es geht um meine Person. Sie fragen mich zu Björn Höcke, zu sonst wem und deshalb will ich das hier jetzt beenden. Ich will das nicht, so muss ich nicht behandeln lassen.“ Lesen Sie auchAmann versucht noch, den AfD-Politiker aufzuhalten. „Wir können noch mal, wir können, wenn Sie wollen, noch über...“ – doch da war Tillschneider schon aufgestanden und verließ den Tisch. „Das war's jetzt. Also so redet man nicht.“Lesen Sie auchTillschneider, der stellvertretender Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt ist, wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Der Podcast dauert insgesamt knapp 50 Minuten.dpa/saha