Juneau/Washington (dpa) - Zwei Dan Sullivans, beide republikanische Kandidaten für den US-Senat und viel Wirbel um eine brisante Namensgleichheit: Bei einer parteiübergreifenden Vorwahl im Bundesstaat Alaska für einen Sitz im US-Kongress haben zwei Bewerber aus der Partei von Präsident Donald Trump mit nahezu identischen Namen erfolgreich abgeschnitten. Sowohl der derzeitige Senator Dan S. Sullivan als auch sein Herausforderer Dan J. Sullivan gehören zu den vier Kandidaten, die sich für die Parlamentswahlen im November qualifiziert haben dürften. Das kristallisierte sich nach Auszählung fast aller Wahlzettel heraus.
Dan S. Sullivan geht für eine dritte Amtszeit ins Rennen, sein weniger bekannter Namensvetter will bei den „Midterms“ am 3. November erstmals einen Sitz im Kongress ergattern. Die meisten Stimmen erhielt nach vorläufigem Stand allerdings die demokratische Favoritin Mary Peltola - was eine von den Republikanern verbreitete Verschwörungsthese weiter befeuern könnte.
Finte der Demokraten?
Über Dan J. Sullivan wird unter Republikanern kontrovers diskutiert – sie wittern hinter der Personalie eine Finte der Demokraten. Senator Dan S. Sullivan wirft seinem erst kurz vor der Wahl zugelassenen Parteikollegen vor, ein „Scheinkandidat“ zu sein. Der Amtsinhaber ist sich sicher, dass sein Kontrahent von den Demokraten mit dem alleinigen Ziel ins Rennen geschickt wurde, ihm zu schaden. Seine These: Da beide fast den gleichen Namen haben, könnten unaufmerksame Wählerinnen und Wähler das Kreuz beim falschen Kandidaten setzen - und so Peltola ungewollt zum Sieg zu verhelfen. Die Demokratin holte bei der Vorwahl fast die Hälfte aller Stimmen.











