Am Morgen des 24. Januar 1937 steht Samuel Beckett um acht Uhr auf. Es freut ihn, dass im Frühstück, das sein Weimarer Hotel anbietet, ein Ei und ein Stück Kuchen inbegriffen sind. Das Goethehaus schaut er sich von außen an, kommentiert die angenehme Schlichtheit und den mattrosa Anstrich. Dann geht es zum Bahnhof, Beckett nimmt um 10.10 Uhr den Zug nach Erfurt und läuft über die Adolf-Hitler-Straße zum Angermuseum. Dort besichtigt er als Erstes die Sammlung im ersten Stock, in dem Arbeiten von Lehmbruck, Kokoschka, Kandinsky, Barlach, den Brücke-Malern und vielen anderen modernen Künstlern zu sehen sind. Erich Heckels viel gelobte „Lebensalter“-Fresken im Erdgeschoss empfindet er als „reines Nix“.