PfadnavigationHomePanoramaAntisemitismusUnbekannte beleidigen Mann mit Kippa in Berliner U-BahnStand: 17:27 UhrLesedauer: 2 MinutenMann mit Kippa (Symbolbild)Quelle: Hannes P Albert/dpaWieder ein antisemitischer Vorfall mitten in Berlin: Unbekannte sollen einen jungen Mann mit Kippa in der U-Bahn beleidigt haben. Es ist der dritte öffentlich gewordene Fall dieser Art binnen weniger Wochen.Unbekannte sollen einen Fahrgast in der Berliner U-Bahn antisemitisch beleidigt und bedroht haben. Der 30-Jährige war in der Nacht von Freitag auf Samstag mit der Linie U9 in Wilmersdorf unterwegs, wie die Polizei mitteilte.„Er trug eine Kippa“, sagte eine Polizeisprecherin. Eine Gruppe junger Männer soll ihn demnach im Waggon beleidigt und bedroht haben. Am U-Bahnhof Berliner Straße sei er ausgestiegen und habe den Notrufknopf einer BVG-Säule gedrückt. Anschließend setzte er seine Fahrt mit der U-Bahn fort.Die Unbekannten hätten ihn jedoch weiterverfolgt. Er verließ den Zug an der Station Eisenacher Straße, während die Gruppe in der Bahn blieb. Der 30-Jährige erstattete bei einer Polizeiwache in der Nähe Anzeige. Die Beamten sicherten die Videoaufnahmen aus der U-Bahn. Der Staatsschutz ermittelt.Lesen Sie auchIn Berlin kommt es immer wieder zu antisemitischen Beleidigungen und Übergriffen in der Öffentlichkeit. Zuletzt wurden zwei Vorfälle im Juni und Juli bekannt. Im Juni hatte ein arabischstämmiger Mann einen 48-Jährigen, der Kippa trug und mit zwei Kindern unterwegs war, zunächst beleidigt. Schließlich soll der Araber dem Mann und den Kindern auch noch ins Gesicht gespuckt haben.Ende Juli tauchte in den sozialen Medien ein Video eines weiteren Vorfalls auf. Darin ist zu sehen, wie ein junger Mann mehrmals den Hitlergruß in Richtung eines „führenden Mitglieds“ der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel zeigte, wie deren Gründer Shlomo Afanasev auf X schrieb. Zuvor hätten der Mann und ein weiterer das Gemeindemitglied beleidigt und bedroht. Die Polizei nahm laut Afanasev einen der Tatverdächtigen fest.Die Zahl antisemitischer Angriffe ist einer Analyse zufolge seit 2022 in mehreren Staaten weltweit deutlich gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht der J7 Taskforce gegen Antisemitismus hervor. Diese untersucht antisemitische Vorfälle in sieben Staaten, in denen zusammen etwa 90 Prozent der Juden außerhalb Israels leben.Lesen Sie auch2025 gab es demnach in Deutschland 8725 antisemitische Vorfälle. 2024 waren es 8713 – und 2610 im Jahr 2022. Von den 2025 erfassten Fällen wurden im vergangenen Jahr 807 einem rechtsextremen Hintergrund zugeordnet. Die Zahl der Angriffe aus dem linken, antiimperialistischen Spektrum betrug 501, die der islamistisch motivierten Fälle 166 Fälle.lfb mit dpa
Antisemitismus: Unbekannte beleidigen Mann mit Kippa in Berliner U-Bahn - WELT
Wieder ein antisemitischer Vorfall mitten in Berlin: Unbekannte sollen einen jungen Mann mit Kippa in der U-Bahn beleidigt haben. Es ist der dritte öffentlich gewordene Fall dieser Art binnen weniger Wochen.






