Der kleine Noah war der erste seiner Klasse, der strahlend seine heiß ersehnte Zuckertüte in Empfang nahm. Er besucht ab Montag die Klasse 1c der Plauener Karl-Marx-Grundschule, mit knapp 380 Schülern eine der größten Grundschulen im Freistaat Sachsen. Die Besonderheit: Schulleiterin Undine Schneider hat vor Jahren die Tradition begründet, dass die Zuckertüten in dieser Bildungsstätte von der Plauener Berufsfeuerwehr gebracht werden.
„Ich freue mich sehr und bin echt dankbar, dass die Feuerwehrleute das auch in diesem Jahr eingerichtet haben - schließlich sind die seit Tagen im Großeinsatz wegen des Waldbrandes im ‚Schwarzen Holz'. Umso schöner ist es, dass wir diesen schönen Brauch trotzdem beibehalten konnten“, dankte sie den beiden Berufsfeuerwehrleuten, die mit dem großen Drehleiter-Fahrzeug auf den Hof der Grundschule gefahren waren.
Schulleiterin Undine Schneider hatte vor der Übergabe der Zuckertüten an die Kinder in der Turnhalle zur festlichen Schulanfangsfeier eingeladen, mit einem Programm der künftigen Klasse 3.
© Ingo Eckardt
Und so leuchteten die Augen der Kinder, als sie die prall gefüllten spitzen Tüten von ihren Lehrerinnen entgegennehmen konnten. Die umstehenden Eltern kamen gar nicht nach, Handybilder ihrer eingeschulten Sprösslinge zu machen. Zuvor gab es eine Schulanfangsfeier in der Turnhalle der Schule, bei der die Schulleiterin den Eltern ins Gewissen redete, in dieser Zeit der Veränderung ihren Kindern nicht nur eine volle Zuckertüte, sondern auch viel Zeit zu schenken. Etwa die Hälfte der aufgenommenen Erstklässler hat dieses Jahr einen Migrationshintergrund.













