Die »Kölner Stadt-Anzeiger« Medien stellen die Produktion ihrer Regionalteile um – die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG), welche bislang die Regionalteile rund um Köln plant und produziert, stellt ihre Tätigkeit zum 30. September ein. Betroffen von dem Schritt sind 57 Vollzeitstellen, wie das Medienunternehmen mitteilte .Die Aufgaben der RRG sollen den Angaben zufolge künftig entfallen und weder verlagert noch an anderer Stelle fortgeführt werden. Hintergrund ist eine Neuaufstellung der Regionalberichterstattung: Inhalte sollen künftig von digitalen Regio-Teams der »Kölner Stadt-Anzeiger« Medien für Onlineangebote, Apps, E-Paper und die gedruckte Zeitung erstellt werden. Produktionsschritte sollen dabei stärker automatisiert und unter anderem künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

Die Tageszeitungen sollen nach Unternehmensangaben weiterhin im bisherigen Umfang und mit eigenen Lokalteilen erscheinen. Zugleich sollen in fünf Landkreisen rund um Köln neue lokale Digitalportale starten.Kritik von der Journalisten-UnionAls Grund für den Umbau nannte das Unternehmen unter anderem seit Jahren sinkende Zeitungsauflagen und neue technologische Möglichkeiten. Wiederkehrende Produktionsschritte könnten durch KI stärker automatisiert werden. »Wir automatisieren Produktionsschritte, nicht den Journalismus«, erklärte Chefredakteur Gerald Selch.