Enttäuschende Bilanz für die deutschen Beachvolleyball-Teams bei den Europameisterschaften in Stare Jablonki. Bevor das Turnier in Polen in die entscheidende Phase einbiegt, sind alle sieben Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bereits ausgeschieden.Als Letztes der nicht ganz so glorreichen Sieben erwischte es Linda Bock und Lea Sophie Kunst. Das aufgrund einer Personalrotation innerhalb der deutschen Nationalteams neu zusammengewürfelte Duo scheiterte glatt in zwei Sätzen (17:21, 18:21) an den Weltmeisterinnen Tina Graudina und Anastasija Samoilova (Lettland).Zuvor waren auch Svenja Müller und Cinja Tillmann bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Die als Mitfavoritinnen gehandelten Europameisterinnen von 2024 unterlagen den Niederländerinnen Katja Stam/Raisa Schoon mit 1:2 (17:21, 23:21, 12:15). Sandra Ittlinger und ihre Interimspartnerin Anna-Lena Grüne erschienen gegen die tschechischen Zwillingsschwestern Anna und Kateřina Pavelková beim 0:2 (16:21, 15:21) chancenlos.Personalrochaden als Zeichen von SchwächeDas neu zusammengesetzte Team von Louisa Lippmann mit Melanie Paul war bereits in der Zwischenrunde 0:2 (17:21, 15:21) an Müller/Tillmann gescheitert. Die Personalrotation, angeleiert von Louisa Lippmann, die angesichts der Resultate mit ihrer bisherigen Partnerin Linda Bock nicht zufrieden war, ist somit erst mal nach hinten losgegangen.„Solche Entscheidungen werden nicht aufgrund einer grandiosen sportlichen Entwicklung getroffen“, hatte DVV-Vizepräsident Julius Brink in seiner Kolumne im Fachmagazin „Volleyball“ über die große Rochade gesagt. Doch letztlich sei der Sommer 2026 als „Übergangssaison“ der letzte mögliche Zeitpunkt, sich neu zu sortieren und im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 einzuspielen. Der Qualifikationszyklus für Olympia beginnt im Herbst.Nicht besser sieht es derzeit bei den deutschen Männern aus. Jonas Sagstetter und Sven Winter scheiterten als letzte Vertreter im Achtelfinale an den Franzosen Rémi Bassereau/Calvin Ayé mit 1:2 (21:16, 14:21, 17:19).Weil der Olympia-Zweite Nils Ehlers weiterhin auf seinen an der Schulter verletzten Partner Clemens Wickler verzichten muss, trat er abermals mit seinem Interimspartner Lui Wüst an. Noch am vergangenen Wochenende gewannen sie das Eliteturnier der Beach Pro Tour in Hamburg, nun unterlagen sie schon in der Zwischenrunde den Israelis Eylon Elazar/Kevin Cuzmiciov 0:2 (19:21, 33:35). Paul Henning und Lukas Pfretzschner waren bereits in der Vorrunde ausgeschieden.Bei dem Turnier, das am Sonntag in den Finalspielen entscheiden wird, geht es nicht nur um EM-Medaillen: Die siegreichen Teams sichern ihrer Nation jeweils schon einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Los Angeles.