Ein ungewöhnlicher Fund hat in Nordjütland für Aufsehen gesorgt: Ein Riesenhai wurde tot in Küstengewässern nahe der Stadt Ålbæk geborgen. Das zuständige Meeresaquarium Nordsøen Oceanarium arbeitet nun gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Dänemarks daran, den seltenen Meeresriesen wissenschaftlich zu untersuchen.
Seltene Gelegenheiten
Bereits Anfang August war das Tier in der Region aufgetaucht – Videoaufnahmen, die den Hai schwimmend im Kattegat zeigten, verbreiteten sich schnell in sozialen Netzwerken. Wenige Tage später, am vergangenen Samstag, wurde der Hai schließlich leblos im Wasser gefunden – rund einen Kilometer nördlich des Hafens von Ålbæk.
Biologen wollen nun die Todesursache klären. Gleichzeitig sollen Gewebeproben und weiteres Material für wissenschaftliche Zwecke gesichert werden. Leitende Biologin Kristina Ydesen betonte die Bedeutung des Fundes: Solche seltenen Gelegenheiten ermöglichten es, wertvolle Erkenntnisse über die Lebensweise von Riesenhaien in dänischen Gewässern zu gewinnen.
Riesenhaie gelten als die zweitgrößte noch existierende Haiart weltweit. Anders als ihr imposantes Äußeres vermuten lässt, ernähren sie sich ausschließlich von Plankton und kleinen Meeresorganismen, die sie mit weit geöffnetem Maul aus dem Wasser filtern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die kälteren bis gemäßigten Zonen des Atlantiks und Pazifiks – in dänischen Gewässern sind sie nur gelegentlich anzutreffen.








