Der Passwort-Nachfolger Passkey findet immer weitere Verbreitung und soll einen besseren Zugangsschutz für Onlinedienste ermöglichen. Mißbrauch aufzudecken und abzustellen, ist für viele Nutzer jedoch schwieriger als bei herkömmlichen Lösungen. Das meint zumindest ein US-Forschungsteam, das den Umgang mit Passkeys im Kontext von partnerschaftlicher Gewalt untersucht hat. Die Ergebnisse „zeichnen ein düsteres Bild“ der Fähigkeit von Menschen, die Bedrohung durch den missbräuchlichen Einsatz von Passkeys zu erkennen und abzuwehren, heißt es in der Studie. Onlinedienste müssten noch viel unternehmen, damit ihre Nutzerinnen und Nutzer ihre Konten mit Passkeys effektiv absichern und einen Missbrauch erkennen können, schreiben sie.
Technisch sicherer als Passwörter
Passkeys lösen eine große Schwachstelle des bisher üblichen Modells auf Basis von Passwörtern. Passwörter beruhen auf einem geteilten Geheimnis zwischen Server und Nutzenden, das abgefangen, erraten oder durch Datenlecks kompromittiert werden kann. Bei Passkeys wird das technisch gelöst: Bei dem kryptografischen Schlüsselpaar verlässt der private Schlüssel niemals das Gerät – auf dem Server liegt ausschließlich der öffentliche Schlüssel. Die Authentifizierung erfolgt lokal, durch Biometrie oder PIN. Gleichzeitig wird Phishing nicht nur erschwert, sondern technisch unmöglich gemacht, weil ein Passkey für eine bestimmte Website nur dort gilt.








