Apple hat am Donnerstag Benachrichtigungen an iPhone-Nutzer verschickt, bei denen der Konzern vermutet, dass ihre Geräte von sogenannter Mercenary-Spyware („Söldner-Spyware“) angegriffen wurden. Insgesamt sind Personen in 110 Ländern betroffen, so der Konzern gegenüber US-Medien.
Bei solchen Datenschädlingen handelt es sich um Spezialprogramme, die zumeist von Regierungs- und Spionageeinrichtungen verwendet werden, etwa um Aktivisten, Bürgerrechtler oder Journalisten abzuhören. Das ist normalerweise ein zielgerichtetes Vorgehen. Teils nutzen die Angreifer dabei bislang unbekannte Sicherheitslücken, um die Geräte zu hacken.
Nicht die erste Warnung
Es ist nicht das erste Mal, dass Apple solche Warnungen versendet. Der Konzern hat intern Möglichkeiten, solche Attacken zu erkennen – allerdings längst nicht in allen Fällen. Zudem ist unklar, ob die Warnung bedeutet, dass der Angriff erfolgreich verlief. „Apple hat einen Söldner-Spionageangriff entdeckt, der auf Ihr iPhone abzielte. Sie können jetzt Maßnahmen ergreifen, um Ihre Daten und Ihr Gerät zu schützen“, schreibt der Konzern in seiner Warnung. Apple stellt Betroffenen Direkthilfe in Aussicht, allerdings offenbar nur dann, wenn diese Regierungseinrichtungen, NGOs oder eben den Medien angehören, heißt es aus dem Kreis eines Betroffenen auf Reddit.










