21 Reise- und Fernbusse haben Beamte von Polizei, Zoll und anderen Verwaltungsstellen am Donnerstag auf der Rastanlage im südhessischen Gräfenhausen Ost an der Autobahn A5 kontrolliert. Vier davon zogen sie einer Mitteilung der Polizei zufolge direkt aus dem Verkehr. An fünf Fahrzeugen wurden technische Mängel entdeckt, in einem Reisebus wurden zehn Kilo illegal eingeführtes Fleisch sichergestellt. Nur sechs Fahrer konnten ohne weitere Beanstandungen weiterfahren.Das galt nicht für einen Bus auf der Linie zwischen Kosovo und Deutschland. Dessen Fahrer hatten zwar versucht, seine überlange Fahrzeit von 23 Stunden zu verheimlichen, aber die Behörden entdeckten den Betrug und untersagten die Weiterfahrt. Für die Fahrgäste wurde ein Ersatzbus beschafft.Auch ein Fahrer im Linienverkehr in die Ukraine saß viel zu lange hinterm Steuer und hatte versucht, dies mit gefälschten Fahrerkarten zu verbergen. Gleiches galt für mehrere Männer, die Busse aus Bosnien-Herzegowina und Serbien nach Deutschland steuerten. Auch sie hielten die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht ein und fälschten Unterlagen. Sie durften nach der Kontrolle erst einmal nicht weiterfahren. Wegen der Betrügereien wurden Strafverfahren eingeleitet und Sicherheitsleistungen in Höhe von über 13.000 Euro einbehalten.