Die vergleichsweise hohe Rendite „unterstreicht die klare Forderung der Investoren nach einer höheren Kompensation für die Finanzierung des wachsenden Defizits“, schreiben Analysten der französischen Bank BNP Paribas. Für die US-Administration und Finanzminister Scott Bessent (63) werde die Lage schwierig: „Nach Jahren erhöhter Inflation und massiver Staatsausgaben fressen sich die immensen Finanzierungskosten zunehmend durch die breitere Wirtschaft.“In der laufenden Woche hatte bereits eine Versteigerung von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit 4,683 Prozent die höchste Rendite seit der globalen Finanzkrise 2007 geliefert. Im freien Handel liegt die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit nahezu auf dem gleichen Niveau. Sie ist damit deutlich höher als bei deutschen Bundesanleihen, die aktuell mit einer Rendite von 3,14 Prozent gehandelt werden.
US-Haushaltsdefizit allein im Juli bei 432 Milliarden US-DollarAm Markt werden die vergleichsweise hohen US-Renditen vor allem auch mit der rasant steigenden Verschuldung erklärt. Seit geraumer Zeit sieht sich die US-Regierung mit einem wachsenden Defizit konfrontiert. Wie aus jüngsten Daten des US-Finanzministeriums hervorgeht, betrug das Haushaltsdefizit allein im Monat Juli rund 432 Milliarden US-Dollar. Das ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Anstieg um fast 50 Prozent. Seit Beginn des Jahres summiert sich das US-Defizit auf mittlerweile knapp 1,8 Billionen Dollar.Zudem sorgt eine Inflation, die mit 3,4 Prozent deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank Fed von 2 Prozent liegt, für steigende Renditen bei Staatsanleihen. Zuletzt hat auch eine Intervention am Devisenmarkt, mit der die US-Notenbank gemeinsam mit Japan den Yen stützte, den Renditen Auftrieb verliehen.












