Neugebauer hatte bei seinem EM-Debüt schon nach der zweiten Disziplin die Führung übernommen und schien lange auf Gold programmiert. Doch der 26-Jährige leistete sich auch immer wieder Wackler, hatte zudem unverschuldet großes Pech – so wurde der Olympia-Zweite beim Stabhochsprung Opfer einer peinlichen Panne der Organisatoren.

»Es war wirklich chaotisch«Mehrmals stimmten Höhen und Abstände der Latte nicht, sodass Neugebauer neben Nerven auch Kraft einbüßte. »Es war wirklich chaotisch, das habe ich noch nie erlebt«, sagte er. Zudem drehte Kaul auf. Doch Neugebauer biss sich durch, ließ sich auch von einer Blessur an der rechten Wade nicht aufhalten und wehrte Kauls Angriff mit letzter Kraft ab. Über die 1500 Meter wankte der Koloss nur noch ins Ziel.