Die Bundesregierung hat die „Frühstartrente“ beschlossen. Kinder vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr können ab nächstes Jahr monatlich zehn Euro vom Staat erhalten. Das Geld fließt in ein Depot und soll langfristig am Kapitalmarkt angelegt werden. Mit 65 Jahren winken so als Minimum 53.000 Euro. Nach oben hin ist noch viel Luft, je nachdem, wie viel man selbst einzahlt.

Ebenfalls am 1. Januar startet das „Altersvorsorgedepot“ als offizieller Nachfolger der Riester-Rente. Hier können auch die Erwachsenen staatlich gefördert fürs Alter vorsorgen. Bei zwei Kindern etwa bezuschusst der Staat Arbeitnehmer mit bis zu 1140 Euro pro Jahr. Banken bieten dann zertifizierte Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds) an, die während der Ansparphase steuerfrei sind.

Beide Altersvorsorgeprodukte bieten viele Vorteile für Anleger. Natürlich gibt es auch Kritik von vielen Seiten. Doch mehr als 20 Jahre nach Einführung der teuren Riester-Rente gibt es nun endlich tragfähige kapitalgedeckte Ergänzungen zum wackligen umlagefinanzierten System. Und so soll es funktionieren:

Frühstartrente: Damit die Jüngsten Geld im Alter haben

Bei der Frühstartrente geht es mit dem Geburtsjahrgang 2020 los. Die älteren Kinder gehen leer aus und können ab 18 Jahren das Altersvorsorgedepot nutzen. Ab sechs Jahren gibt es also zehn Euro vom Staat bis zum 18. Geburtstag. Das Geld zahlt der Bund automatisch an alle Kinder der entsprechenden Jahrgänge aus und lenkt es direkt in ein Depot. Die Erträge sind bis zum Beginn der Auszahlung ab 65 Jahren steuerfrei. Falls die Eltern keines der zertifizierten Depots selbst aussuchen, macht dies die Bundesbank. Bis zum 18. Lebensjahr entstehen keine Abschluss- und Vertriebskosten. Bis zum 35. Lebensjahr könne man das Geld dann ins eigene Depot holen, erklärt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).