Drei Wochen vor der Landtagswahl verschärft die SPD ihren Wahlkampf gegen die AfD deutlich. „Blau verhindern, Heimat retten, SPD wählen!“, heißt es auf einem der neuen Plakate. Auf einem anderen soll die SPD die „Demokratie retten“. Dazu erklärt sich die Partei zum Schutzwall gegen eine mögliche AfD-Regierung: „Wir sind der Deich.“
Die Zuspitzung kommt bei denkbar schlechten Umfragewerten. Die AfD wurde zuletzt bei 43 Prozent gesehen, die SPD bei sieben Prozent. Spitzenkandidat Armin Willingmann warnt vor einer möglichen AfD-Alleinregierung. Seine Partei wolle verhindern, „dass dieses Land blau überflutet wird“. Die SPD stelle sich deshalb der „blauen Flut“ entgegen.
AfD ist keine Naturkatastrophe
Das zentrale Motiv der neuen Kampagne setzt dieses Bild auch optisch um. Willingmann steht vorne, hinter ihm sind die Direktkandidaten der SPD dicht neben- und hintereinander aufgereiht. Darüber steht groß: „Wir sind der Deich.“ Die bisherige Botschaft „Erfahrung statt Experimente“ soll nach Angaben Willingmanns bestehen bleiben.
Für den Deich statt der viel diskutierten „Brandmauer“ habe sich die SPD bewusst entschieden. Sachsen-Anhalt verfüge über 1280 Kilometer Deichlinie, sagte Willingmann. Mit Deichen habe das Land damit „möglicherweise sehr viel mehr Erfahrung als mit der theoretischen Frage einer Brandmauer“.










