Nirgendwo in Deutschland stehen so viele Wohnungen leer wie in Teilen Ostdeutschlands. Die 20 Landkreise und kreisfreien Städte mit den höchsten Leerstandsquoten liegen allesamt im Osten, das zeigen von der Berliner Zeitung ausgewertete Kreisdaten des Forschungsinstituts empirica. Im Altenburger Land ist fast jede siebte Wohnung unbewohnt, in Zwickau, im Erzgebirgskreis und im Vogtlandkreis mehr als jede achte.Viele dieser Regionen verlieren zugleich weiter Einwohner. Für mehrere der betroffenen Kreise erwartet das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Anfang des Jahres veröffentlichten „Postbank Wohnatlas 2026“ bis 2035 reale Preisrückgänge bei Eigentumswohnungen im Bestand: von 0,8 bis 1,5 Prozent pro Jahr. Zusätzlich könnten Bestandsimmobilien aus dem Besitz älterer Menschen den Preisdruck nach Einschätzung des Instituts noch verstärken.

Höchste Leerstandsquoten Deutschlands liegen im Osten

Die empirica-Tabelle umfasst bundesweit alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte. Auf das Altenburger Land folgen Zwickau mit einer Leerstandsquote von 12,7 Prozent, der Erzgebirgskreis mit 12,3 Prozent und der Vogtlandkreis mit 12,2 Prozent. In Greiz sind es 11,8 Prozent, im Saale-Orla-Kreis 11,1 Prozent und in Görlitz 11,0 Prozent.