In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ärztinnen und Ärzte mit einer Genehmigung für Schwangerschaftsabbrüche. Seit 2017 ist ihre Zahl von 40 auf 27 gesunken. Einen unmittelbaren Versorgungsengpass sieht die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) deshalb allerdings nicht. Sorgen bereitet ihr vielmehr die Altersstruktur der Frauenärzte.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums, die auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Susan Sziborra-Seidlitz zurückgehen, haben allein seit Anfang 2025 zwölf Ärztinnen und Ärzte ihre Tätigkeit beendet. Drei erhielten im selben Zeitraum eine neue Genehmigung.
Doch die Zahl von 27 ist mit Blick auf die tatsächliche Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen nur eingeschränkt aussagekräftig. Das erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt auf Anfrage.
27 Genehmigungen sind nicht gleich 27 Anlaufstellen
Die Zahl von 27 ist mit Blick auf die tatsächliche Versorgung nur eingeschränkt aussagekräftig. Die KVSA weist darauf hin, dass ihre Genehmigungen lediglich Schwangerschaftsabbrüche betreffen, die über die Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet werden können. Andere Abbrüche werden direkt mit den Krankenkassen der Patientinnen abgerechnet.






