Um kostengünstig an Trainingsdaten zu kommen, nutzen zahlreiche KI-Unternehmen Bots, um Webseiten nach verwertbaren Inhalten zu durchforsten. Die Tools schnappen sich dabei oftmals den HTML-Code der Webseite, analysieren den darin verteilten Text und geben ihn, wenn er sich zum Training eignet, an die KI weiter. Das passiert gelegentlich auch, obwohl die Webseitenbetreiber:innen diesem Scraping ausdrücklich widersprochen haben.Anzeige

Wie eine Schriftart KI-Modelle verwirren soll

Um das effektiv zu unterbinden, haben Designer Isaque Seneda und Copywriter Gabriel Abrucio jetzt eine neue Schriftart erfunden. In ihrem Paper „The Consent Layer“ zeigen sie, wie die Schriftart Shieldfont genutzt werden kann, um KI-Tools daran zu hindern, brauchbare Trainingsdaten von Webseiten zu extrahieren. Die Schriftart stützt sich dabei auf sogenannte Ligaturen.

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Eine Ligatur ist normalerweise ein Buchstabenverbund. Würden zwei aufeinanderfolgende Buchstaben wie „ff“ normal im Druckbild einen zu großen Abstand zwischen ihnen haben, werden sie durch eine Ligatur ersetzt. Die beiden Buchstaben rücken dadurch näher zusammen, um ein einheitlicheres Gesamtbild zu erzeugen. In Deutschland sind Ligaturen etwa das &-Zeichen (eine Zusammensetzung vom lateinischen „et“) und das „ß“, durch die Zusammensetzung eines langen „s“ und „z“.Anzeige