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Volkswagen: VW-Krise und Standorte auf der Kippe – Lies fordert Klarheit Bei VW sind Zehntausende Stellen bedroht, Standorte sind möglicherweise in Gefahr. Doch der Widerstand des niedersächsischen Ministerpräsidenten ist groß.

Olaf Lies: Von der Bundesregierung forderte der Ministerpräsident, sich für Fairness im Wettbewerb einzusetzen. Foto: IMAGO/Bernhard HerrmannHannover. Im Streit über mögliche Werksschließungen bei Volkswagen hat der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies Klarheit von dem Autobauer gefordert. „Wir brauchen jetzt Klarheit, die Verunsicherung muss aufhören“, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit der Oberbürgermeisterin und den Oberbürgermeistern der VW-Standorte Osnabrück, Braunschweig, Emden, Hannover, Salzgitter und Wolfsburg. „Wir brauchen Perspektiven und Sicherheit für die Standorte.“Zuvor hatte Konzernchef Oliver Blume angekündigt, sein neues Sparpaket für den Konzern noch in diesem Jahr verabschieden zu wollen. Vier Werke und bis zu 50.000 Stellen zusätzlich stehen demnach auf der Kippe. Der Stellenabbau käme zu den 2024 vereinbarten Einsparungen hinzu. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben. Mit Blick auf mögliche Werksschließungen in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm sprach Blume Ende Juli von einer letzten Option, die er gern vermeiden möchte. Für die vier Werke gebe es derzeit noch keine „wettbewerbsfähige Belegung“ für die 2030er-Jahre. Aber: „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen.“Lies: Auch mit anderen Wachstumsfeldern befassenLies betonte, er erwarte, dass Volkswagen sich mit möglichen anderen Wachstumsfeldern für Standorte befasse, wo die Automobilproduktion nicht fortgeführt werden könne: „Nichts anderes ist akzeptabel.“ Er sprach etwa von Rüstung, humanoiden Robotern und Drohnen. Auch könnten Automodelle, die in China entwickelt und gebaut würden, auch in Deutschland gebaut werden. Alle Anteilseigner und der Vorstand müssten das Ziel verfolgen, Industriestandorte in Deutschland und Niedersachsen zu stabilisieren.Von der Bundesregierung forderte der Ministerpräsident, sich für Fairness im Wettbewerb einzusetzen. Mit Blick auf die hohen Energiepreise sagte er: „Wir müssen dazu kommen, dass wir in Europa mit deutschen Standorten wettbewerbsfähig sind.“Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay warf Volkswagen vor, eine „erschreckende Botschaft“ verbreitet zu haben, die viele Unsicherheiten geschaffen habe: „Es braucht jetzt Ideen, nicht nur Sparpläne“, betonte der Grünen-Politiker. Dennis Weilmann, der Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, kündigte an: „Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen.“ Er erwarte, dass Volkswagen „weiterhin klar zum Standort Wolfsburg und zum Standort Niedersachsen steht“, sagte der CDU-Politiker. dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt