Sie versuchte, ihre beiden Söhne anzuzünden. Jetzt darf die Frau eine psychiatrische Klinik verlassen. Die 40-Jährige sei zum Tatzeitpunkt schwer psychisch krank und deshalb schuldunfähig gewesen, entschied das Landgericht Bremen. Sie wurde freigesprochen, eine weitere Unterbringung in der Klinik wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Die Angeklagte stand unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht. Nach Überzeugung der Kammer eskalierte die Situation am 16. Januar in einem Bremer Supermarkt. Dort soll die Mutter Spiritus getrunken und die Flüssigkeit über sich und die Kinder gegossen haben. Dann soll sie versucht haben, ihre Söhne mit einem Feuerzeug anzuzünden. Zeugen sollen das Schlimmste verhindert haben.Laut Anklage konnte eines der Kinder fliehen. Die Frau soll daraufhin erneut versucht haben, ihren zweiten Sohn anzuzünden . Wieder griff ein Zeuge ein und nahm ihr die Feuerzeuge weg. Die Kinder erlitten nach Angaben des Gerichts unter anderem Augenreizungen und Hautrötungen. Einer der Jungen musste operiert werden. Bleibende körperliche Schäden trug er aber nicht davon.
Die Frau litt laut dem Gericht unter einer Depression und einer psychotischen Störung. Sie war seit der Tat in einer psychiatrischen Klinik. Sie habe detailliert erzählt, was passiert ist, sagte der Vorsitzende Richter. »Die Angeklagte hat uns wirklich in ihre damalige Gefühlswelt mitgenommen.«Verteidigerin und Staatsanwaltschaft hatten gefordert, die Unterbringung zur Bewährung auszusetzen. Das Gericht folgte der Einschätzung. Der Zustand der Angeklagten habe sich so verbessert, dass sie zunächst in einer Tagesklinik und später ambulant behandelt werden soll. Sie darf zu ihren Söhnen zurückkehren. Behörden sollen die Angeklagte und ihre Familie engmaschig begleiten.







