Die Enttäuschung ist groß in der Berliner Jüdischen Gemeinde Chabad: Der Senat hat den Antrag der Gemeinde auf Unterstützung der in Berlin mittlerweile legendären Chanukka-Feier am Brandenburger Tor abgelehnt. Das bestätigt die Gemeinde auf Anfrage der Berliner Zeitung.

Sichtbares Zeichen für das jüdische Leben

Seit Jahren setzt Rabbiner Yehuda Teichtal mit dieser Feier ein sichtbares Zeichen für das jüdische Leben in Berlin und gegen den Antisemitismus. Doch für eine Förderung durch den Aktionsfonds gegen Antisemitismus der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat es nicht gereicht.

Für die Förderjahre 2026 und 2027 wurden 144 Projektanträge mit einem Gesamtantragsvolumen in Höhe von etwa 20 Millionen Euro eingereicht. Welche Projekte das genau sind, wollte die Senatsverwaltung noch nicht verraten. Einer ihrer Sprecher sagte der Berliner Zeitung, man befinde sich „aktuell noch in der Prüfung und Vorbereitung der Förderbescheide“. Erst kommende Woche könne der Senat „Presseinformation zu den konkreten Förderungen im Rahmen der aktuellen Förderrunde des Aktionsfonds gegen Antisemitismus“ liefern.

Ohne Begründung abgelehnt