Tannenzäpfle statt Tinto de verano, Spätzle statt Spaghetti: Auf der Flucht vor der Hitze in der Heimat verbringen offenbar immer mehr Menschen aus Südeuropa ihren Urlaub im Schwarzwald.Seit 2015 sind die Übernachtungen von Spanierinnen und Spaniern in der Region um 64 Prozent gestiegen. 199.000 Übernachtungen seien es im vergangenen Jahr gewesen, heißt es von der Schwarzwald Tourismus GmbH, die Zahlen des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa ausgewertet hat. 194.000 Übernachtungen 2025 werden Italienerinnen und Italienern zugeschrieben. Im Hochschwarzwald ist der iberische Boom offenbar besonders stark: Laut der Hochschwarzwald Tourismus GmbH sind die Übernachtungen aus Spanien pro Jahr zwischen 11 und 46 Prozent gestiegen nach der Corona-Pandemie.
Was treibt Menschen von Barcelona bis Bari in ihren Ferien nach Baden-Württemberg? Die erhoffte Abkühlung sei ein wichtiger Reisegrund, heißt es bei den Tourismusverbänden. Die hohen Temperaturen in der Heimat seien bei den Gästen aus Südeuropa ein Argument bei der Wahl des Urlaubsziels. Ein Blick auf den SPIEGEL-Waldbrandmonitor zeigt: In Spanien und Italien wüten zahlreiche Feuer. Seit jeher sind die Sommer dort trocken und heiß, die Erderhitzung verschärft die Lage.Die Schwarzwald-Werber untermauern ihre These damit, dass sich die Zuwächse besonders auf die Sommermonate konzentrieren würden. Und es soll künftig noch südeuropäischer werden im Südwesten: Im vergangenen Jahr hat die Schwarzwald Tourismus GmbH eine »Coolcation«-Kampagne in Spanien geschaltet. Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH meint, man würde nun über ihre Heimat in spanischen wie italienischen Medien sowie unter Influencern mehr sprechen.









