Es war ein Outfit, über das man eigentlich nicht lange reden müsste. Anne Hathaway erschien zur Premiere ihres Films „The End of Oak Street“ in der amerikanischen Filmstadt Burbank in einem zartblauen Oberteil mit langer Schleppe von Designer Prabal Gurung. Dazu trug Hathaway tiefsitzende Jeans von La Ligne; der untere Teil ihres Bauches war sichtbar - und das während ihrer Schwangerschaft. Auch im Jahr 2026 ist das offenbar genug, um das Internet hochgradig zu irritieren – dieser Bauch sehe „fake“ aus, so die weitverbreitete Meinung in der Kommentarspalte zu Hathaways Instagram-Post. Eine gute Erinnerung daran, dass es immer noch ungewöhnlich ist, wenn schwangere Frauen ihre „anderen Umstände“ offen zur Schau stellen. Dabei gibt es Präzendenzfälle.

Anne Hathaway in einem maßgefertigten Atelier-Prabal-Gurung-Look, gestylt von Erin Walsh, bei der Weltpremiere von „The End of Oak Street“ in den Warner Bros.

© IMAGO/Image Press Agency

Die Frauen, die alles veränderten

Rihanna trug während ihrer Schwangerschaften exakt das, was sie auch sonst getragen hätte: Spitzenbodys, Korsetts, Crop-Tops, Miniröcke. Der Bauch mittendrin, selbstverständlich und unkommentiert.Das war keine Ansage an andere schwangere Frauen – sondern eine persönliche Entscheidung, die etwas in Gang setzte. Vielmehr machte es klar: Es gibt nicht die eine richtige Art, sich in der Schwangerschaft zu kleiden. Wer sich im weiten Umstandskleid wohlfühlt, trägt es. Wer lieber zum Crop-Top greift und sich als schwangere Frau mal sexy fühlen möchte, kann das auch tun.