Das rumänische AKW Cernavoda soll wegen Niedrigwasser heruntergefahren werden. Das Kraftwerk deckt ein Fünftel der Stromproduktion des Landes ab.

Zu wenig Kühlwasser – das AKW Cernavoda

Andreea Alexandru/AP/dpa

afp/taz | Wegen des historischen Pegeltiefstands der Donau soll das einzige Atomkraftwerk Rumäniens ab Donnerstag vollständig heruntergefahren werden. Reaktor 2 des Kraftwerks Cernavoda werde „im Hinblick auf die aktuellen hydrologischen Bedingungen kontrolliert heruntergefahren“, erklärte das Energieministerium am Mittwoch.

Ende Juli war bereits einer der beiden Reaktoren heruntergefahren worden. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen. Ursprünglich sollte der zweite Reaktor ebenfalls vor rund zwei Wochen heruntergefahren werden. Doch unter anderem durch Ausbaggerungen konnte vorerst weiter Wasser aus der Donau zum Kraftwerk geleitet werden.