Twitch nutzt Streams, Clips und Chatverläufe seiner Nutzer für das Training generativer KI-Modelle von Amazon. Wer das nicht möchte, kann nun in den Kontoeinstellungen widersprechen, kündigte die Streaming-Plattform an.
Man habe eine Einstellung hinzugefügt, mit der Nutzer der Verwendung ihrer Kanalinhalte für generative KI-Modelle bei Amazon widersprechen können, schreibt Twitch in einem Post auf X. Dass die Inhalte standardmäßig überhaupt ins KI-Training fließen, dürfte für viele Nutzer und Streamer eine Überraschung sein.
Der neue Schalter heißt „Training für generative KI“ und sitzt in den Kontoeinstellungen unter „Sicherheit und Privatsphäre“. Er ist standardmäßig aktiviert. Wer ihn abschaltet, verhindert nach Angaben von Twitch, dass Streams, Aufzeichnungen, Clips, Stream-Chats sowie Bilder und Texte auf dem eigenen Kanal in das Training von Amazons generativen Modellen einfließen.
Der Widerspruch hat Grenzen
Wirksam ist der Widerspruch allerdings nur für künftiges Training. Material, das bereits in einen Trainingslauf eingeflossen ist, holt die Einstellung nicht zurück. Auf Nachfragen der Community in einem Livestream geht Twitch-Produktchef Mike Minton offen mit Amazons Beweggründen um, die Datenübermittlung nicht standardmäßig abzuschalten: „Wenn es Opt-in wäre, würde das keiner machen. Das ist die ehrliche Antwort“, sagte Minton laut TechCrunch.







