Der größte Nußknacker der Welt steht vor dem Werkstor. Ihm hat die Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH einen von zwei Einträgen ins Guinnessbuch der Rekorde zu verdanken. Den Zweiten brachte dem traditionsreichen Unternehmen die größte Stufenpyramide der Welt ein, die sich alljährlich auf dem Dresdner Striezelmarkt dreht.
Der Nußknacker trotzt den jüngsten Entwicklungen und die rund 20 Mitarbeiter tun es ihm gleich. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, obwohl bereits am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Chemnitz der Insolvenzantrag für die GmbH gestellt wurde.
Eine Nachricht, die der Oederaner Wirtschaftsförderer aus den Medien erfahren hat. „Die Firma ist ein Aushängeschild in der Region. Sollte sie geschlossen werden, wäre der emotionale Verlust enorm“, so Dr. Marco Metzler. Denn trotz der vergleichsweise überschaubaren Anzahl an Mitarbeitern prägt das Unternehmen die Region maßgeblich.
Mit Rechen für die Heuernte fing alles an
Begonnen hat alles vor mehr als 100 Jahren. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in der kleinen Dorfdrechselei vor allem Gebrauchsgegenstände gefertigt, wie Rechen für die Heuernte. Ende der 1920er-Jahre begann man, Spielzeuge, Pyramiden und Engel herzustellen.






