Trotz Waffenruhe greif Israel im Libanon weiter an. Zentral ist dabei ein Tunnelsystem der Hisbollah-Miliz unter einem Hügel bei Ali al-Taher.
Israelische Angriffe auf den Südlibanon am 12. August
Ramiz Dallah/Anadolu Agency/imago
Während diplomatische Gespräche zwischen Libanon und Israel stagnieren, setzt Israels Armee ihre Angriffe im Südlibanon gegen eine Hisbollah-Stellung fort. Zentraler Ort ist dabei der Ali-al-Taher-Gebirgsrücken. Er liegt nur 600 Meter über dem Meeresspiegel, bietet aber Aussicht über die Stadt Nabatija und wichtige Routen südlich des Flusses Litani. Das Gebiet bis zum Fluss hält Israel besetzt, ultrarechte Minister fordern, dort völkerrechtswidrig die neue israelische Grenze auszurufen.
Für die Hisbollah ist das Gebiet Nabatija ein wichtiger Knotenpunkt für Waffenlieferungen mit Verbindung zur Bekaa-Ebene Richtung Syrien. Unter dem Hügel hat die von Iran unterstützte Miliz ein Bunker- und Tunnelsystem gebaut. Für Israels Armee würde die Einnahme von Ali al-Taher die Einnahme des gesamten Gebiets und eines strategischen Überwachungspunkts bedeuten. Dort war bis zum Jahr 2000 eine der wichtigsten befestigten Stellungen Israels bei der damaligen Besatzung.






