Bäue­r*in­nen weltweit können vom Verkauf ihrer Waren nicht leben. Zivilorganisationen fordern ein Verbot von Dumpingpreisen.

Trocknende Kakaobohnen bei einem Anbaubetrieb in Ghana

Joerg Boethling/imago

Nach dem Börsenboom von Kakao Ende 2024 kam der Crash. Von einem Rekordhoch von fast 13.000 US-Dollar für eine Tonne Kakaobohnen fiel der Preis bis Anfang 2026 auf 3.000 US-Dollar. Und während von dem Plus beim Höhenflug nur ein geringer Teil bei den Bäue­r*in­nen angekommen war, spürten sie den Absturz umso mehr. Kakao-Bauer Stevis Owuso aus Berekum in Ghana sagte der Ghana News Agency im April, er könne seine Arztrechnungen nicht bezahlen, nicht mehr für den Unterhalt der Familie aufkommen und sich die Schulgebühren für seine Kinder nicht leisten.

In Ghana regelt die staatliche Behörde Cocobod den Export. Sie soll die Preise stabilisieren, indem sie die Bohnen von den Bauern zu einem garantierten Preis abnimmt. Nach dem Crash blieb sie auf den teuren Bohnen sitzen und konnte die Bäue­r*in­nen nicht auszahlen. Die Händler kauften den Kakao hingegen zu Preisen, die meist sogar unter den Produktionskosten lagen.