Berlin (dpa) - Nach dem Brand in einer betreuten Wohnanlage im Berliner Ortsteil Biesdorf ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.Experten des Brandkommissariats untersuchten die ausgebrannte Wohnung im vierten Obergeschoss. Bei dem Feuer erlitten am Dienstag laut Polizei 28 Menschen eine Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr sprach von zehn leicht verletzten Personen und einer Schwerverletzten.Alle Bewohner mussten das Haus verlassenDie Bewohnerin der Wohnung konnte sich Polizeiangaben zufolge auf den Flur retten und ist gemeinsam mit den weiteren im Haus befindlichen Personen von der Feuerwehr evakuiert worden. Sie seien vorerst in Bussen untergekommen, die die BVG zur Verfügung gestellt habe. Das Feuer war in der besagten Wohnung ausgebrochen. Die Flammen griffen im Anschluss auch auf Nachbarwohnungen und den gesamten Dachstuhl über, der dann ausbrannte.Feuerwehrleute löschen von einer Drehleiter aus den Brand in der Wohnanlage im Berliner Stadtteil Biesdorf. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Soeren Stache/dpaMehr als 160 Kräfte waren nach Angaben der Feuerwehr in der Spitze im Einsatz. Die Flammen wurden am Nachmittag gelöscht. Die genaue Brandursache blieb zunächst unklar.Gebäude nicht zu bewohnenDas Gebäude ist bis auf weiteres nicht zu bewohnen, etwa wegen Schäden verursacht vom Löschwasser. Der Betreiber gab an, sich um die Unterbringung der Betroffenen zu kümmern, auch der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wollte Notunterkünfte bereitstellen. Einige Menschen könnten bei Bekannten oder Verwandten unterkommen. In der Einrichtung wohnten den Angaben zufolge ältere Menschen, viele mit Mobilitätseinschränkungen. Zur Schadenshöhe machten die Ermittler keine Angaben. Auch wann die Bewohner in das Gebäude zurückkehren können, ist noch offen.© dpa-infocom, dpa:260812-930-517974/2