Familienministerin Prien will die Kinder- und Jugendhilfe neu ordnen. Einfachere Zuständigkeiten, weniger Kosten. Experten äußern ernste Sorgen.

Ministerin Prien will die Kinder- und Jugendhilfe einfacher und wirksamer zu machen – und sparen

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dpa | Mit der geplanten Reform der Kinder- und Jugendhilfe drohen nach Einschätzung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Rückschritte bei Hilfen für Jungen und Mädchen mit Beeinträchtigungen. „Besonders kritisch sehen wir die Möglichkeit, Schulassistenz stärker gemeinsam für mehrere Kinder zu organisieren“, sagte SoVD-Chefin Michaela Engelmeier der Deutschen Presse-Agentur.

Die von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verantwortete Reform ist heute im Bundeskabinett und geht dann in den Bundestag. Erklärtes Ziel ist, die Kinder- und Jugendhilfe einfacher und wirksamer zu machen. Zugleich hofft Prien, Kosten zu dämpfen. Der Entwurf wurde nach dpa-Informationen im Vergleich zu einer früheren Version abgeschwächt und verkürzt. Weitere Änderungen sollen demnach in einem zweiten Reformteil später kommen.