Über mehrere Jahrzehnte hinweg ist die Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland deutlich gestiegen. Doch zuletzt ist sie leicht zurückgegangen. Während 2023 mit 28,8 Wochenstunden für Männer und Frauen zusammen noch ein Rekordwert erreicht wurde, lag der Wert 2025 um 0,3 Stunden niedriger, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mit.
Dieser Rückgang entspreche rein rechnerisch rund 460.000 Vollzeitstellen.Die Arbeitszeit pro Kopf meint laut BiB die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit aller 20- bis 64-Jährigen, nicht nur der Erwerbstätigen. Sie sei eine wichtige Messgröße für das Arbeitskräfteangebot.Hauptgrund ist die schlechte KonjunkturBesonders deutlich sank die Arbeitszeit demnach bei Männern sowie bei jüngeren und mittleren Altersgruppen (25- bis 54-Jährige), während sie bei Älteren weiter zulegte.
Als Grund für den allgemeinen Rückgang nennt das Institut die konjunkturelle Lage. »Wirtschaftliche Schwächephasen gehen typischerweise mit einem Rückgang der Arbeitszeit pro Kopf einher. Das ist auch derzeit zu beobachten«, sagte BiB-Forscher Harun Sulak.
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