Der nächste kühle Ort war nicht barrierefrei, doch das ältere Ehepaar gehbehindert. Margret Hampel vom Verein Silbernetz erinnert sich an das Telefonat während des ungewöhnlich heißen Wochenendes Ende Juni.

Hampel leitet bei der 2014 gegen Einsamkeit unter Senioren gegründeten Berliner Initiative den im Juni an den Start gegangenen Hitze-Service am Info-Telefon. Ältere Berliner können sich unter der Telefonnummer 030 544 533 0 533 registrieren. Das achtköpfige Team warnt vor Hitze sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine entsprechende Meldung veröffentlicht. Auch bei Glatteis oder Unwetter erfolgt eine Benachrichtigung durch das Info-Telefon.

Hampel und ihre Mitstreiter halten auch während einer Hitzewelle den Kontakt mit den bei ihnen registrierten Senioren. Laut Hampel haben sich inzwischen 18 Berliner für den Service angemeldet. Hampels Team berät am Telefon, wie ältere Menschen Wohnungen und sich selbst kühl halten können. Dazu zählen Tipps wie das Auflegen feuchter Tücher auf Arme und Beine. Sie senken wie bei Fieberwickeln die Körpertemperatur.

Das Teams gibt Tipps zum Abkühlen

Das Hitze-Telefon informiert auch über Regeln fürs Lüften. Die Fenster sollten an heißen Tagen nur am frühen Morgen und am Abend geöffnet werden. „Wichtig ist auch, den Arzt zu fragen nach der Lagerung von Medikamenten bei Hitze und einer möglichen Anpassung der Dosis“, sagt Hampel.