27 Prozent der Tech-Startups in Deutschland haben in den letzten zwölf Monaten aufgrund ihres KI-Einsatzes auf Neueinstellungen verzichtet – und 7 Prozent haben sogar aus diesem Grund Stellen abgebaut. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervor. Gleichzeitig stellten wegen KI 16 Prozent der Befragten weiteres Personal ein. 50 Prozent gaben an, dass KI bislang keinen Einfluss auf die Belegschaft hatte.

Der Blick in die Zukunft bestätigt den Trend, denn 47 Prozent der Start-ups erwarten auch in den nächsten zwölf Monaten keinen Effekt durch KI auf ihren Personalbedarf. 28 Prozent wollen hingegen deshalb auf Neueinstellungen verzichten, 19 Prozent erwarten Neueinstellungen wegen KI. Lediglich 2 Prozent planen mit einem KI-bedingten Abbau von Stellen. 7 Prozent machten keine Angaben zu ihrem Ausblick.

Insgesamt mehr Einstellungen geplant

Laut Bitkom wollen die hiesigen Start-ups insgesamt aber trotzdem mehr Personal einstellen: 62 Prozent gehen für das Jahr 2026 von einer steigenden Beschäftigtenzahl aus, im Mittel um vier Angestellte. Konträr dazu planen bloß 6 Prozent mit einem Stellenabbau, während 26 Prozent keine Veränderungen erwarten. Für Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst widersprechen sich die Zahlen nicht: „KI macht viele Bürotätigkeiten und insbesondere auch die Softwareentwicklung effizienter. Start-ups sind […] darauf angewiesen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders effizient einzusetzen“.